Eines der populärsten Kartenspiele, welches mit drei aktiven Spielern gespielt wird, ist Skat. Vom Ablauf und auch vom Aufbau des Spiels her ähnelt es dem Doppelkopf. Allerdings bringt Skat einen gewissen Reiz mit sich.
- Spieleranzahl: 3 Personen
- Benötigtes Kartendeck: 32 Karten; Skatblatt
Regeln und Spielablauf beim Skat
Grundsätzlich gibt es zwei Teile des Skat Spiels. Zum einen das Reizen und zum anderen den Stich. Bei der Spielvariante vom Reizen wird zu Anfang bestimmt, welcher der drei Spieler als Solist gegen die weiteren antritt. Der Höchstbietende darf in dem Fall zwei verdeckte Karten aufnehmen und auch entscheiden, was gespielt werden soll: Die Farbe, der Grand oder die Null.
Zuerst mischt der Geber die Karten. Der Spieler rechts des Gebers hebt ab. Es müssen mindestens 3 Karten liegen bleiben oder aber abgehoben werden. Der Geber fügt dann die beiden Stapel wieder zusammen und verteilt die Karten im Uhrzeigersinn. Angefangen wird mit dem Spieler zu seiner Linken. Dann jeweils 2, Skat (2), 4 und 3 Karten.
Nun wird durch das Reizen die Spielart festgelegt. Das bedeutet Herz oder Grand. Es handelt sich hierbei um eine Art punktebasierende Auktion, bei welcher der Höchstbietende das Spiel sozusagen bekommen wird. Und zwar als Alleinspieler gegen die beiden anderen Spieler.
Jener Spieler, der das Reizen gewinnt, nimmt den Skat, sprich die zwei Karten auf und legt danach zwei beliebige Karten verdeckt zurück auf den Tisch. Dies nennt sich „Drücken“. Erst dann wird gesagt, welches Spiel gespielt wird.
Nun beginnt der Spieler zur Linken des Gebers das Spiel. Nach dem Start spielt jeweils der Spieler, der den vorherigen Stich für sich gewonnen hat.
Spielarten im Skat
Generell gibt es im Skat drei Spielarten.
- Die Farbspiele: Die 4 Bauern und die 7 Karten einer Farbe sind der Trumpf.
- Der Grand: Hier stellen die 4 Bauern den Trumpf dar.
- Das Nullspiel: Bei diesem Spiel gibt es keine Trümpfe, der Alleinspieler darf keinen Stich machen. In dem Fall ist die Reihenfolge: Zahlkarte 7-8-9-10-Bube-Dame-König-Ass einzuhalten.
Es muss immer bedient werden, egal ob nun eine Fehlfarbe oder ein Trumpf angespielt wurde. Sollte dies aufgrund des Blatts nicht möglich sein, kann abgeworfen oder eben gestochen werden.
Das Kontra/Re: Sobald du als Alleinspieler dein Spiel angesagt hast, kann der Spieler der Gegenpartei „Kontra“ sagen. Du kannst als Alleinspieler natürlich mit einem „Re“ erwidern. Beide Fälle verdoppeln die Punkte der gewinnenden Partei. Der Gegenspieler hingegen darf nur „Kontra“ sagen, wenn er selbst mitgereizt hat oder mehr hätte sagen müssen, als 18. Du kannst solange ein Kontra geben, wie sich noch alle 10 Karten in deiner Hand befinden.
Der vierte Spieler: Wenn du mit 4 Personen spielen möchtest, so ist der vierte Spieler bei euch der Geber. Dieser Spieler setzt dann aus. Wichtig ist, dass dieser Spieler weder den Skat selbst einsehen darf, noch die anderen Arten seines linken oder aber auch rechten Nachbarn.
Die Reihenfolge: Es wird immer im Uhrzeigersinn gespielt. Als Merkregel kannst du dir die folgende Reihenfolge beim Reizen merken:
- Geben
- Hören
- Sagen
- Weitersagen
Reizen beim Skat in short
Entgegen der vielen anderen Meinungen ist das Reizen schnell zu erlernen.
- Mit Kreuz Bauer: Zähle alle Bauern ab dem Kreuzbauer in der Reihenfolge der Farben rückwärts, bis du zur ersten Lücke kommst. Ein Beispiel dafür sind Kreuz sowie Pik und Karo Bauern mit 1 und 2.
- Ohne Kreuz Bauer: Zähle alle nicht vorhanden Bauern in der Reihenfolge der Farben bis zum ersten Bauern. Ein Beispiel dafür sind die Herz und Karo Bauern ohne 1 oder 2.
Auf diesen ermittelten Wert kannst du dann einen Punkt hinzuaddieren. 3 wäre dann der Faktor zur Multiplikation mit dem Grundwert. Ein Beispiel dafür wäre: Herz ergibt 3×10=30. Die 30 sind dann natürlich auch der Reizwert. Für die beiden Beispiele gilt für dich: Wäre der Karo Bauer im Spiel einfach nicht vorhanden, würde sich das Ergebnis deines Reizes nicht einmal ändern.
Sobald du einen Reizwert für dein Spiel ermittelt hast, beginnst du das Bieten. Es gibt daher zwei Möglichkeiten, wie der andere Spieler reagieren kann. Entweder sagt er „weg“ oder eine Zahl größer oder gleich 18. Ein Beispiel dafür:
- „18.“
- „Ja, 20.“
- „Hab ich. 20.“
- „Ja, 22.“
- „Passe.“
Das bedeutet, dass du nach dieser Aktion gewonnen hast. Es geht zwischen dem anderen Spieler und dem Geber weiter. Der Spieler sagt entweder „weg“, dann hat er das Reizen gewonnen und ist gleichzeitig Alleinspieler. Oder aber der Spieler erhöht weiter wie folgt:
- „23.“
- „Ja, 24.“
- „Hab ich, Weg.“
Nun hat der Spieler das Reizen ebenfalls gewonnen und kann auch den Skat aufnehmen. Er muss dann ein Spiel absolvieren, welches mindestens den Punktwert von 24 hat. Sollte keiner deiner Spieler Interesse zeigen, wird einfach neu gegeben.
Befindet sich im Skat ein Bauer, kann dieser den Grundwert verringern. Ein Beispiel dafür wäre Herz Bube und Karo Bube; ohne 1 und ohne 2, aber die 3 wird gespielt. Auch gibt es die Variante, in der die gewählte Farbe Karo ist und 27 ergibt. Schon bei der 24 wurde „weg“ gesagt. Sollte nun im Skat ein Kreuz Bube liegen, so hast du als Spieler nur noch Spiel 2 und die 18 als Richtwert.
Das Spiel ist nun schon überreizt. Das wissen die anderen Spieler natürlich nicht. Auf mindestens 24 muss der Alleinspieler dann aufwerten. Aufgrund dessen, dass bei der 24 schon „weg“ gesagt wurde, könnte er alternativ auch Kreuz spielen. Weiterhin hat er somit die Möglichkeit, durch Extras den Grundwert zu erhöhen. Beim Skat passiert das Überreizen relativ häufig, weswegen es auch gewisse Vorteile gibt, wenn höhere Bereiche betreten werden.